Unser Roadtrip in Neuseeland – Teil I: Die Südinsel

Wie die Zeit doch rennt… Kaum zu glauben, dass mittlerweile schon September ist, und der vor so langer Zeit versprochene Beitrag zu Neuseeland erst jetzt online geht. Lazy me! Hihi… Ja, manchmal bin ich doch mit dem ein oder anderen beschäftigt (wie bspw. meiner Arbeit 😉 ) oder einfach busy doing nothing! Dies also die einfache Erklärung für die grosse Verspätung. 🙂 Doch im heutigen Rückblick soll sich nun – ganz nach dem Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – alles um unsere Zeit in Neuseeland drehen, zu der ich euch in diesem ersten Teil mehr über unseren Roadtrip auf der Südinsel erzähle.

Einen kleinen Einblick auf die ersten Tage unserer Reise auf der Südinsel gab es bereits in einem Travel-Update, das wir euch noch aus Neuseeland gesendet hatten. Wir erreichten die Südinsel nach einer rund 3.5-stündigen Fahrt mit der Fähre von „Wellington“ und trafen im Örtchen „Picton“ ein. Nach einer Nacht in Picton nahmen wir sogleich die Strecke bis nach „Westport“ an die Westküste der Südinsel in Angriff, von wo aus es dann tags darauf der traumhaften Küstenstrasse entlang weiter bis nach „Franz Josef“ ging. Natürlich legten wir auch bei den bekannten „Pancake Rocks“ einen Stopp ein.

Irgendwie schwirrte uns von „Franz Josef“ ja die Vorstellung eines charmanten Bergörtchens im Kopf herum (fragt uns nicht weshalb 😉 ). Örtchen ja, charmant aber eher nicht ;-). In Franz Josef verbrachten wir einen entspannten Nachmittag in den hot pools – ansonsten würde sich der Ort für Berg- und Gletschertouren anbieten. Wir entschieden uns aber das Thema Gletscher beim „Fox Glacier“ anzugehen, welcher sozusagen gleich um die Ecke (eine gute halbe Stunde Fahrt entfernt) liegt.

Ganz in der Nähe liegt zudem der „Lake Matheson“, der uns sehr ans Herz gelegt wurde. Der See ist relativ klein und kann prima zu Fuss umrundet werden. Bei Wetterglück spiegelt sich die prachtvolle Bergwelt im Wasser des Sees und sorgt so für einen bezaubernden Anblick. Leider aber verhinderten Wind und Wolken, die bei unserem kleinen Ausflug zum Gletscher langsam aufzogen, dass wir dieses Schauspiel zu sehen bekamen.

Zuletzt stand an diesem Tag noch die Fahrt zu unserer Unterkunft auf dem Programm. Mitten im Nirgendwo im Örtchen „Makarora“ hatten wir uns diese für die kommende Nacht gebucht. Die Fahrt von Lake Matheson dorthin hatten wir uns zuvor schon ganz dick auf unserem imaginären Reiseprogramm markiert und freuten uns auf den Traum einer Roadtrip-Strecke. Der bewölkte Himmel hatte sich aber in der Zwischenzeit zu dicken Regenwolken entwickelt und den Rest der Geschichte kann man sich denken (Regen, Regen, Regen). Auch hier konnten wir leider nur erahnen, wie traumhaft sich die Strecke erst bei schönem Wetter präsentieren würde. Die Route führt durch Berge, entlang von Flüssen mit glasklarem Wasser – auch so war es wirklich schön. Tatsächlich lachten uns dann kurz vor unserem Tagesziel plötzlich doch wieder einige Sonnenstrahlen an (dieses neuseeländische Wetter ;-P) und wir legten bei den „Blue Pools“ noch einen Stopp ein, auf die wir ehrlich gesagt nur aufgrund eines Schildes und einiger Autos aufmerksam wurden. Lasst eines gesagt sein – blau entspricht hier auch wirklich blau und wir haben selten solch klares Wasser, in einer derart intensiven Farbe, gesehen.

Natürlich hat es auch unser süsses Zuhause – das Toblerone-Haus – in Makarora verdient, in diesem Beitrag erwähnt zu werden. 🙂

Das sonnige Wetter begrüsste uns auch tags darauf und war glücklicherweise auch treuer Begleiter bei der Fahrt nach „Wanaka“ und „Queenstown“. In Wanaka besuchten wir noch die „Puzzling World“, wo wir unter anderem einige Zeit im Labyrinth herum irrten und uns in einigen kniffligen Spielen versuchten. 🙂

Danach ging es dann auch schon weiter nach Queenstown, wo wir als Erstes dem sagenhaft feinen Geruch der berühmten „Fergburger“ entgegen liefen. Ob die Burger auch halten, was der  ihnen vorauseilende Geruch verspricht, können wir aber leider nicht beurteilen. Die nicht zu enden scheinende Warteschlange war uns schlichtweg zu lang und so haben wir schliesslich darauf verzichtet. Für uns ging es nämlich am gleichen Tag noch weiter nach „Te Anau“ wodurch wir noch ein wenig Fahrzeit vor uns hatten.

Te Anau war für uns Ausgangspunkt für den am Tag darauf anstehenden Ausflug nach „Milford Sound“. Wir waren unheimlich gespannt auf diesen Ausflug – der allerdings so ziemlich ins Wasser fiel. Ein Pech in Milford Sound? Keinesfalls! Wenn es einen Ort gibt, der trotz Regen etwas wirklich Magisches für sich behält, dann Milford Sound. Hihi – ein wenig dramatisch, wenn es auch wirklich etwas Wahres hat. Wir haben im Voraus bereits einige Artikel zu Milford Sound gelesen, auch dass es bspw. einer der regenreichsten Orte ist. Somit rechneten wir quasi fest damit, auf nicht wenig Regen zu treffen und waren entsprechend gefasst und darauf vorbereitet (also rein „psychisch“ gemeint – nicht dass wir uns mit Regenkleider ausgerüstet hätten – ihr kennt uns ja, hihi)… Jedenfalls hiess es in vielen Berichten auch, dass Milford Sound fast spezieller bei Regen sei. Können wir das bestätigen? Oh yes! Es war wirklich unheimlich beeindruckend. Ehrlicherweise haben wir natürlich nicht den Gegenvergleich bei schönem Wetter – aber wenn ein Ausflug trotz Regen als „schön“ bezeichnet werden kann, dann sagt das ja schon Vieles! Jedenfalls – schlechte Wettervorhersagen sollten keinesfalls eine Abschreckung für Milford Sound sein. Das schlechte Wetter sorgt bspw. dafür, dass sich die Wassermassen in tausenden kleinen und grossen Wasserfällen den Berg herunter stürzen. Weiteres Highlight in Milford Sound: Pinguinchen und Delphine! ❤

Die Tage darauf zog es uns dann an die Ostküste der Südinsel zu den „Catlins“ und den „Moeraki Boulders“. Vor allem von den Moeraki Boulders schwirren ganz zauberhafte Aufnahmen im Web herum – bei 0815-Neuseeland-Wetter tagsüber fotographiert waren sie jetzt aber zugegebenermassen nicht ganz sooo speziell ;-).

Einer der nächsten Übernachtungsstopps befand sich dann in „Dunedin“, wo unter anderem die steilste Strasse der Welt zu finden ist. Wie sich die steilste Strasse anfühlt? Ehrlichgesagt schon ziemlich steil und ein wenig Bammel hatte ich bei der Fahrt bergauf mit unserem Auto doch … Ein kleines bisschen. 😉

So, und jetzt zu unserem absoluten Neuseeland-Highlight : „Tekapo“! Nur mit viel Glück ergatterten wir noch eine Unterkunft in dem kleinen Örtchen (dafür nannten wir dann gleich ein ganzes Haus unser Heim für zwei Nächte *.*) und haben die Zeit am Lake Tekapo einfach unheimlich genossen und wären gerne noch einige Tage länger dort verweilt. Unter anderem befindet sich mit der „Church of the good Shepherd“ das meist fotographierte Sujet Neuseeland’s am Lake Tekapo. Mit der gleich daneben zu findenden Blumenpracht, dem See, den Bergen… irgendwie nachvollziehbar. Aber überzeugt euch natürlich selbst ;-).

Nicht zu vergessen ist das „Mount John Observatory“, das auf dem gleichnamigen Hausberg „Mount John“ liegt. Von dort lässt sich ein atemberaubender Ausblick auf die Berg- und Seewelt rund um Tekapo geniessen.

Gut auch, dass der „Lake Pukaki“ nur ein Katzensprung von Tekapo entfernt ist. Somit nur logisch, dass wir auch dorthin noch einen Abstecher unternommen haben. Die Kulisse, mit dem höchsten Berg Neusselands im Hintergrund – dem „Mount Cook“ (oder auch „Aoraki“ genannt) – war einfach bezaubernd schön!

Von Tekapo führte unser Weg weiter nach „Christchurch“. Christchurch wurde vor einigen Jahren von einem schweren Erdbeben getroffen und die Schäden sind tatsächlich auch noch bis heute sichtbar. Wir haben in Neuseeland selber auch ein Erdbeben miterlebt (wie wir danach erfahren haben, sind diese durchaus gang und gäbe) und bereits diese Stärke war schon sehr angsteinflössend. Nicht auszumalen, mit welcher Stärke die Erde in Christchurch dazumals gebebt haben muss.

Speaking of earthquake… Dieses hatte sich einige Tage zuvor ereignet, als wir noch auf der Nordinsel in „Hamilton“ weilten und zu diesem Zeitpunkt nicht ganz sicher war, ob wir überhaupt auf die Südinsel reisen konnten. Jedenfalls (wie ihr euch nun denken könnt) war dies dann doch möglich. Allerdings waren einige Strecken durch das Erdbeben sehr beeinträchtigt worden – wie bspw. sämtliche Zufahrtswege zu „Kaikoura“, welches ein bekannter Ausgangspunkt für Whale Watching-Touren ist. Daher verschob sich unsere Reiseroute ein wenig und mit ein zwei Stopps ging es für uns dann wieder zurück ins nördlich gelegene „Picton“ um mit der Fähre wieder auf die Nordinsel zu reisen. Auch dort warteten noch einige spannende Orte auf uns, von denen ihr schon ganz bald im nächsten Blogbeitrag lesen könnt. Kia Ora!

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