Perhentian Islands

Nachdem wir kurz Grossstadtluft in Malaysia’s Hauptstadt Kuala Lumpur geschnuppert hatten, ging es für uns bereits am Tag darauf weiter an die gegenüberliegende Küste des Landes. Dort wartete unser nächstes Reiseziel, die malaiische Inselgruppe „Perhentian Islands“, von welcher wir uns einige Tage paradiesisches Insel-Feeling erhofft haben. Mit kristallklarem Wasser, weissem Sandstrand und einer wunderbar farbenfrohen Unterwasserwelt haben uns die Perhentian’s nicht enttäuscht. Allein vom Farbenspiel des Wassers, das sich je nach Licht in helles oder dunkles türkis verwandelte, konnten wir kaum genug kriegen. Also einige Attribute, um einer echten Traum-Insel gerecht zu werden.

Pulau Perhentian Besar | Tuna Bay Island Resort | thebraidedgirl

Anreise

Die Perhentian’s liegen vor der Ostküste Malaysia’s und bestehen aus zwei Inseln. „Pulau Perhentian Kecil“, welche gerne auch als „small island“ bezeichnet wird und die Insel, welche wir uns als Zuhause ausgesucht hatten, „Pulau Perhentian Besar“. Dies ist auch die grössere der beiden Inseln. Die Anreise auf die Perhentian’s ist zwar ein bisschen langwieriger, da der Flughafen in einiger Entfernung zum Bootstransfer auf die Inseln liegt, aber trotzdem sehr unkompliziert. Wir haben uns ein Flug-Ticket nach „Kota Bharu“ gebucht und gleich bei der Ankunft am Flughafen dieses Ortes eine Taxi-Fahrt ins rund einstündig entfernte „Kuala Besut“ mit anschliessendem Boots-Transfer in unser Insel-Hotel organisiert. Wie klein die Welt manchmal sein kann, haben wir bei genau diesem Transfer festgestellt. Wir holen uns noch so gerne (Reise)inspiration auf anderen Blogs ein und eine Adresse ist in Sachen Asien zu einer unserer liebsten mutiert: homeiswhereyourbagis. Wie es der Zufall wollte, bin ich gerade noch am Flughafen Kuala Lumpur in grösster Vorfreude auf die bevorstehenden Insel-Tage auf dem Blog der beiden Jungs gebrowst und nur kurze Zeit später sassen wir zusammen mit einem Teil von homeiswhereyourbagis im Taxi mit gleichem Reiseziel. Verrückt! 🙂 Jedenfalls hat uns die Begegnung mit Marcel sehr gefreut und es wird bestimmt auch bald auf deren Blog einen Artikel zu den Perhentian’s zu lesen geben. Schaut doch mal vorbei – die beiden Hamburger Jungs liefern tolles Material und sind eine unheimlich informative Quelle (ich sage nur Helipad-Skybar 😉 ) für Reisen insbesondere nach Südostasien.

Pulau Perhentian Kecil | thebraidedgirl

Jedenfalls wurde es durch diese Begegnung eine ganz kurzweilige Taxifahrt und schon bald darauf legte das Boot los in Richtung der Perhentian’s. Da mehrere Hotels verteilt auf beiden Inseln angesteuert wurden, machte dies die Bootsfahrt alleine schon zu einem wunderbaren Erlebnis und wir haben bereits einen ersten Eindruck von einsamen Strandabschnitten und prächtig türkisem Wasser bekommen. Als das Boot dann schliesslich auf Pulau Perhentian Besar anlegte, ging es auch für uns von Board.

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Home Away From Home: „Tuna Bay Island Resort“

Relativ einfach gestaltete sich diesmal die Hotelsuche auf den Inseln. Wie ihr wisst, sind wir ganz fleissige Bewertungs-Leser auf booking.com und Bewertungen unter 8.0 schrecken uns meist schon ein bisschen ab eine Buchung zu tätigen. Jedenfalls war genau das ein bisschen die Problematik auf den Perhentian Islands. Zum einen ist die Auswahl (zum Glück) nicht die grösste, zum anderen wurden viele Unterkünfte schlecht bewertet. Ich möchte nicht leugnen, dass ich mich auch an einem solchen Ort über eine „anständige“ Unterkunft freue ;-). Jedenfalls stiessen wir relativ rasch auf das „Tuna Bay Island Resort“, das mit einer der besten Bewertungen rausstach. Obwohl die Preise für diese Unterkunft nicht wirklich gerechtfertigt sind, waren wir mit der Entscheidung an diesem Ort zu verweilen doch sehr happy. Nur ganz wenige Meter vom weissen (aber leider auch mit Korallenstücken übersäten) Strand entfernt, lagert im Meer das „hauseigene“ Riff. Wir zählen uns zwar nicht zu erfahrenen Tauchern oder Schnorcheln und suchen diese Plätze auch nicht bewusst auf (dafür ist meine Haifisch-Angst zu gross! 😉 ), aber dieses war wirklich eines der schönsten Riffe, die wir bis jetzt gesehen hatten und soweit wir das beurteilen können noch einigermassen lebendig wie ein solches Riff lebendig sein kann und wirklich ansehbar – sogar ein bisschen farbig würden wir wagen zu sagen. Und die Fische erst. Es ist nicht selten passiert, dass uns ganze Schwärme dieser farbigen Kreaturen umgeben haben. Ein Traum!

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Ein absoluter Pluspunkt war auch, dass die Unterkunft an einem der weitläufigeren Strände beider Inseln liegt. Und da es meinen Liebsten nicht lange auf den (sehr harten) Liegestühlen gehalten hat, ist er schon bald zu einem ausgiebigen Spaziergang losgezogen und hat ganz viele Bilder davon eingefangen. Ich habe mich währenddessen dem ausgiebigen Sonnenbaden und dem zauberhaften Ausblick in das türkise Wasser gewidmet. Seine Aktion hat sich im Nachhinein als echtes Glück herausgestellt, da bereits tags darauf Wolken aufgezogen sind. Aber wie gesagt, einige sonnige Eindrücke haben wir eingefangen, um euch die Insel schmackhaft zu machen ;-).

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Beach-Hopping: Coral Beach, Pulau Perhentian Kecil

Auf den Perhentian’s gibt es keine Strassen. Wer sich hier fortbewegen will, steigt auf Wassertaxis um und erkundet so die besten Spots der Insel.

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Da uns bei der oben beschriebenen Anreise die intensive Farbe des Wassers so unglaublich fasziniert hat, sind wir an einem Tag zum „Coral Beach“ gedüst. Dieser liegt auf Pulau Perhentian Kecil und gehört wahrscheinlich neben dem Long Beach, welchen wir bewusst ausgelassen haben, zu den meist „bevölkerten“ der Perhentian’s überhaupt. Touristen waren zwar – der Nebensaison sei Dank – wenige anzutreffen, aber die Infrastruktur ist hier definitiv schon zu fortgeschritten. Aber wenn man das mal schön ausblendet und sich vom farbenprächtigen Anblick des Meeres mitnehmen lässt, kann man auch dort für einige Stunden verweilen. Länger hätten wir aber ehrlich gesagt wirklich nicht bleiben wollen und haben nach einigem Schnorcheln dann die Insel auch wieder verlassen.

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Beach-Hopping: Perhentian Island Resort Beach, Pulau Perhentian Besar

Ein echtes Highlight ist der Strand des „Perhentian Island Resort“. Die Unterkunft (allerdings mit schlechter Bewertung) hat einen eigenen Strand und er ist zauberhaft schön und das Wasser so klar wie wir es bisher nur auf „Koh Rong Samloem“ erlebt haben. Da es kein vorgelagertes Riff gibt, kann man auch völlig unbeschwert im puderweissen Sandstrand laufen. Und mit viel Glück schwimmt man hier sogar auch in Strandnähe mit Schildkröten oder sieht in den Tiefen des Meeres plötzlich Rochen. Vor diesem Strand liegt nämlich auch der bekannte „Turtle Point“, wovon man sich die besten Chancen erhoffen kann, mit Schildkröten zu schwimmen. Patrick hat es gerade noch rechtzeitig ins Wasser geschafft, um für einen kurzen Moment mit diesen süssen Lebewesen zu schwimmen, bevor diese sich dann wieder auf dem Meeresgrund der Suche nach Essen gewidmet hat (ich kann sie verstehen 😉 ). Auf der linken Seite des Steges an diesem Strand gibt es sogar auch noch ein Riff, welches aber leider im Vergleich zum beim Tuna Bay Resort vorgelagerten Riff sehr beschädigt ist, aber dennoch eine Garantie für einige farbige Fische ist.

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Fazit

Zu den Perhentian’s gibt es auch negative Stimmen und auf einigen Blogs haben wir auch schon gelesen, dass man diese getrost auslassen kann. Gerade vom Müllproblem wird oftmals gesprochen. Dieses ist uns an wenigen Stellen aufgefallen, aber nicht zu extrem. Ob es vielleicht einfach auch daran liegt, dass wir seit Indien eine andere Einstellung zum Thema Sauberkeit und Schmutz haben? 😉 Wirklich offensichtlich war dieses anscheinend herrschende Problem für uns nicht und wir haben ehrlicherweise auch nicht danach gesucht. Wir sind zwar Malaysia-Anfänger und dies war die erste Insel, die wir in diesem Land besucht haben, können für uns aber klar das Fazit ziehen, dass uns die Perhentian’s gefallen haben. Man trifft natürlich nicht annähernd so etwas wie die Malediven an. Aber mit der Wahl der richtigen Insel – was für uns ganz klar Pulau Perhentian Besar ist – kann man hier definitiv einige traumhafte Tage erleben, einsame Strandabschnitte inklusive. Vielleicht verdanken wir es auch der Nebensaison, aber dafür, dass die Inseln schon längst kein unter Backpackern herrschender Geheimtipp mehr sind, war es nirgends zu voll.

Pulau Perhentian Besar | Tuna Bay Island Resort | thebraidedgirl

Momentan sieht es sogar ganz danach aus, dass es für mich ein Revival mit Malaysia zusammen mit meiner liebsten Anna auf einem anderen Insel-Träumchen Ende August geben wird. Also nach der Erfahrung in den Perhentian’s freue ich mich sehr darauf! 🙂

photos: Patrick Bleuer
edit: Stephanie Lehmann

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