Seoul Travel Diary

So, nachdem ich mit dem Beitrag über zehn Fakten unserer Südkorea-Reise die Artikel-Reihe zu Südkorea eröffnet habe, geht es heute mit dem Travel Diary zu Seoul in die nächste Runde. Ihr dürftet euch vielleicht fragen, weshalb wir uns überhaupt dazu entschlossen haben, nach Südkorea zu reisen. Die Frage ist relativ leicht erklärt: Wie ihr wisst, haben Patrick und ich im Rahmen unserer Weltreise (und der vor-Weltreisezeit 🙂 ) einen grossen Teil Asiens bereist und viele Länder und Städte gesehen. Ja, hinter die sozusagen gängigsten Grossstädte Asiens haben wir auf unserer Travel-Bucket-List bereits ein Häckchen setzen können. Als ich dann mit meiner liebsten Anna beschloss, wieder einen Asien-Trip in eine aufregende Stadt zu unternehmen, lag die Wahl von Seoul irgendwie auf der Hand. Allerdings wollen wir ganz ehrlich sein: Wir sind nicht mit zu hoch gesteckten Erwartungen nach Südkorea aufgebrochen, was irgendwie auch dazu führte, dass wir den zuerst nur auf Seoul beschränkten Trip auf Busan und Jeju Island ausweiteten. Am Ende stand für uns allerdings eines fest: In Seoul selbst hätten wir gut und gerne die gesamten zehn Tage verbringen können. Die Reise ein wenig aufzuteilen und dadurch verschiedene Ecken des Landes zu entdecken, haben wir keineswegs bereut – aber es wäre doch nicht ganz sooo notwendig gewesen, wie wir das vielleicht – zumindest vor Beginn der Reise – doch auch das ein oder andere Mal in Betracht gezogen haben. Aber jetzt möchte ich auch gar nicht mehr weiter abschweifen, sondern endlich in das Travel-Diary starten. Here you go! 🙂

Where to stay?

Bei der Recherche nach einer tollen Unterkunft bin ich relativ schnell auf den Shopping District Myeongdong aufmerksam geworden (oder war es etwa Absicht, in der Nähe von ausgiebigen Shoppingmöglichkeiten zu wohnen? 😉 ). Was wäre also naheliegender, als uns unmittelbar dort einzuquartieren? 🙂 Genau, gar nichts und so ist unsere Wahl auf das Pacific Hotel in Myeongdong gefallen. Dieses hat sich als die perfekte Wahl herausgestellt, denn 1. war mein Ziel absolut erreicht – wir mussten genau ein kurzes Strassenstück runterpurzeln und noch schnell eine Unterführung durchqueren und schon befanden wir uns im wohl belebtesten Shopping-Viertel Seouls. Wir haben das wirklich absolut gemocht – auch wenn die Menschenmengen teils einfach nur abartig waren 😉 . Und 2.  empfanden wir die Lage Myeongdongs an sich einfach perfekt. Die Seoul Station (sozusagen der Hauptbahnhof von Seoul) war nur zwei Metro-Stationen entfernt, der Berg Namsan liegt gleich hinter dem Hotel und auch ansonsten war es für uns der perfekte – und in den meisten Fällen – mit nicht zu grosser Distanz verbundene Ausgangspunkt für andere schöne Plätze der Stadt. Bis auf eine etwas merkwürdige Anekdote, von der ich euch hier berichtet habe, war auch das Hotel an sich prima. Wir verbrachten zu Beginn drei Nächte im Pacific Hotel und kehrten dann für unsere letzte Nacht nochmals dorthin zurück und wurden sogar mit einem gratis Upgrade in die Suite überrascht – because I remember you, war die simple und sehr herzliche Erklärung für unser unverhofftes Glück 🙂 .

Bukchon Hanok Village

Einer von Seouls bekanntesten Orten ist das Bukchon Hanok Village. Dabei handelt es sich um ein traditionelles koreanisches Dorf mit traditionellen koreanischen Häusern, den sogenannten Hanok. Wer möchte, kann sich – für noch mehr Gefühl von Tradition 😉 – in den diversen Verleihen traditionelle koreanische Kleidung mieten und damit durch das Hanok Village spazieren. Es ist schön zu sehen, wie ein Stück Tradition in Form der Hanok inmitten Seouls noch erhalten ist. Ebenfalls ein Grund, dem Buckchon Hanok Village einen Besuch abzustatten: Der wunderbare Ausblick auf die Stadt – unter anderem auf den direkt gegenüber liegenen Berg Namsan.

Namsan (Seoul Tower)

Speaking of Namsan … Der Hausberg und Wahrzeichen von Seoul in einem sollte bei einem Besuch der Stadt keinesfalls verpasst werden. Wir waren ja quasi am Fusse des Berges (nun ja „Berg“ ist doch ein wenig weit her geholt – aber belassen wir es mal bei dieser Bezeichnung 😉 ) zu Hause und haben uns zu Fuss den Berg hinauf gemacht. Schon während dem „Aufstieg“ 🙂 gibt es immer wieder die Möglichkeit, die bezaubernde Aussicht auf die weitläufige Stadt zu erhaschen und on-top von dem wartet auf dem Berg der Namsan Seoul Tower. Wir haben ganz spontan beschlossen, ein koreanisches Barbecue im Tower zu geniessen, währenddem die Sonne langsam aber sicher gute Nacht sagte. Während wir Seoul beim Aufstieg also noch im Abendlicht bewundern konnten, leuchteten nach dem Abendessen die vielen Lichter in die Dunkelheit der Nacht. Ein wirklich bezaubernder Anblick.

Gangnam

Erinnert ihr euch an den Song Gangnam Style? Mit Gangnam ist ein Stadtteil in Seoul gemeint und der Song ist sozusagen eine Hommage an den luxuriösen und auch verschwenderischen Lifestyle, der eben in diesem Gangnam gelebt werden soll. Sei es wie es auch immer ist, wir waren nur einmal abends zum Essen dort. Ganz so berauschend empfanden wir Gangnam allerdings nicht. 🙂

Insa-Dong

In Insa-Dong trifft man wieder das traditionelle Korea an mit allerlei Shops, Gallerien, Cafés, Teehäuser und Restaurants. Wir sind eher durch Zufall auf diesen charmant belebten Ort gestossen und sind der Meinung, dass sich ein Abstecher dorthin auch unbedingt lohnt 🙂 .

Cheonggyecheon (Stream)

Der Cheonggyecheon ist sozusagen ein inmitten von Hochhäusern stillgelegtes Flussbeet, worin eine Erholungszone aufgebaut wurde. Wir waren nur kurz dort, aber ich könnte mir vorstellen, dass man bei prächtigem Wetter prima auch länger verweilen kann.

Myeongdong

Unser zweites Zuhause in Seoul 🙂 . Ja girls will forever be girls und dementsprechend haben wir dann doch auch einiges an Zeit in unserem liebsten Shopping District in Seoul verbracht. Aber auch so muss man sich in dieses quirrlige, zugegeben auch sehr überfüllte, Strassennetz in Myeongdeong begeben haben. Läden, soweit das Auge nur reichen kann – überall her kommen Klänge, Musik etc. Es ist wirklich ein Wahnsinn, dem sich Tag für Tag tausende Menschen hingeben. Dazwischen duftet es aber auch immer wieder unverschämt lecker an den verschiedenen Streetfood Ständen. Auch wenn es teils an die Grenzen der Erträglichkeit gehen und der Nervenzusammenbruch nahe liegen kann 😉 , muss man dies erlebt haben.

Katzen Café

Katzen Cafés und auch andere Arten von Cafés, die Tiere ihr Zuhause nennen, sind in Seoul so ziemlich gang und gäbe 🙂 . Weil nämlich der Wohnraum in Seoul sehr knapp ist, werden Tiere oftmals nicht Zuhause gehalten. Um aber trotzdem dem Bedürfniss an flauschigen Kuscheleinheiten nachzukommen (ich kann es ja sooo gut nachvollziehen 😉 ), gibt es diese Katzen-Cafés, wohin sich Herr und Frau von Südkorea begeben. Ich kann verstehen, dass die Vorstellung eines Cafés in dem Katzen gehalten werden, im ersten Moment möglicherweise mit einer Portion Skepsis behaftet ist. Natürlich können wir nur aus unserer Erfahrung sprechen, aber in dem Café, welches wir besucht haben, galten Regeln, die – selbst von Kindern – eingehalten wurden. Es gab allerlei Rückzugsorte für die Kätzchen, wo diese dann auch die Ruhe erhielten, die sie suchten. Kätzchen, welche nicht gefüttert werden durften, trugen ein Halstuch in einer bestimmten Farbe. Diejenigen, denen es zur Zeit gesundheitlich nicht ganz so gut ging  und man daher nicht anfassen sollte, eine andere. Ansonsten lebten die vielen Kätzchen friedlich miteinander, Kinder verwöhnten sie in Massen mit Leckerchen und ab und an wurde ein Kätzchen zum Sitznachbar. Ja, ich bin zwar auch immer noch der festen Überzeugung, dass Kätzchen auch die Möglichkeit haben sollten, draussen zu leben. Aber letztlich ist selbst unser Vierbeiner – aufgrund dessen dass  sie ihr Katzen-Leiterchen nicht begreift (so aber dafür andere Katzen und immer mal wieder unserem Balkon einen Besuch abstatten 🙂 )  zu einem Hauskätzchen mutiert. Was ich damit sagen möchte, es gibt auch bei uns Kätzchen, die nur Drinnen leben und dadurch finde ich es auch irgendwie mit dem Gewissen vereinbar, einen Ort zu besuchen, in dem Kätzchen ein Zuhause geboten wird.

Changgyeonggung Palace

Ein sehr berühmter Palast in Seoul ist der Changgyeonggung Palace. Wir hatten ein ganz besonderes Händchen, mit der Auswahl des Tages, um diesen Palast zu besuchen – es war nämlich Feiertag. Dementsprechend vertreten waren auch die Menschenmassen im Palastgelände und unser Plan, noch den angrenzenden Huwon Garden spontan zu besuchen, ging nicht auf. Daher kann ich euch nur die Bilder des prächtigen Palastgeländes zeigen. Aber ich glaube, der Huwon Garden wäre ebenfalls sehr schön gewesen – also falls es für euch nach Seoul geht, bucht die Tickets dafür unbedingt im Voraus. 🙂

DMZ

Wer in Seoul ist, sollte auch unbedingt die Gelegenheit ergreifen und eine DMZ-Tour unternehmen. Mit der DMZ ist die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea gemeint. Von Seoul aus kann man diesen Ort in etwa einer Stunde erreichen und eine sehr interessante Tour unternehmen – und ja, man kann von dort sogar nach Nordkorea schauen 😉 . Ich werde euch dazu aber in einem separaten Beitrag berichten…

Also – wir lesen uns schon bald! Love, Stephanie ❤

3 Gedanken zu “Seoul Travel Diary

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