10 Fakten über unsere Reise – Teil II

Vor kurzem hat das Blog-Baby bereits seinen 10’000 Seitenaufruf erreicht und das freut uns unheimlich! Der Blog ist eine Herzensangelegenheit, wird immer auch Erinnerungsstück für uns bleiben und es ist toll, dass wir damit gleichzeitig Viele mit unserer Geschichte anstecken können und dass ihr unsere Erlebnisse mitverfolgen möchtet. Und weil die lieben Statistiken sagen, dass der erste Beitrag zu „10 Fakten über unsere Reise“ zu den meistgelesenen Artikeln gehört, starten wir heute in eine zweite Runde und verraten euch einige Details aus unserem aktuellen Reiseleben! Wir hoffen, er gefällt euch wieder genau so. 🙂

1. Reisetagebuch
Das was ihr auf dem Blog zu lesen bekommt, kann man als das „ausgeschmückte“ Tagebuch unserer Reise bezeichnen: wir nehmen uns gerne und viel Zeit, Texte zu unseren Erlebnissen zu verfassen und haben viel Freude, dies mit Bildern zu dokumentieren. Nebenbei führt Patrick aber noch ein Tagebuch, welches kurz und knapp Aufschluss über jeden erlebten Tag gibt – ganz nach dem Vorbild seiner lieben Mama. Sie führt nämlich seit Jahren einen Kalender, welcher ihr ermöglicht auch Jahre später zu wissen, wann der erste Schnee gekommen ist, wer alles zu Besuch beim Geburtstag war und wie warm es denn an Ostern war. Wir finden das eine schöne Idee und mir bereitet es bereits jetzt viel Freude, selber auf die „Leser-Seite“ zu wechseln, und die vergangenen Wochen aus diesem Tagebuch Revue passieren zu lassen. Daraus gibt es beispielweise Dinge wie diese zu lesen:

„Früh Morgens zum Sigiriya National Park sowie Wanderung auf den Berg. Die beiden Wege beinhalteten total 1200 Treppen. Stephi war total am Ende. Am Nachmittag im Hotel entspannt.“
😀

„Früh am Morgen nochmals zum Taj Mahal. Anschliessend retour ins Hotel für Frühstück – dann geschlafen bis 15.00 Uhr. War eine lange Nacht für Patrick (EHCO).“

„Am Morgen Checkout bei Hausboot und Checkin LemonTree Hotel (sehr schön). Patrick wieder erkältet. Nach kurzem Schwimmen ganzer Nachmittag im Bett. Stephi den ganzen Tag am Pool.“

2. Buchhaltung
Eine Buchhaltung? Hihi ja, die gibt es tatsächlich – ich sage nur Zahlen-Menschchen. Aber eigentlich eine gute und sinnvolle Sache finden wir, immerhin haben wir so eine detailierte Erklärung über das konstante Schrumpfen des Bankkontos. 🙂 Und weil ja das liebe Geld sowieso immer sehr interessiert, können wir sehr genau über unsere Kosten Aufschluss geben und werden das in einem gewissen Rahmen auf dem Blog auch noch bald machen.

3. Flugbuchungen
Unsere erste Anlaufstelle für Flugbuchungen ist „skyscanner“ und wer diese Seite / App noch nicht kennt, dem können wir sie wirklich sehr empfehlen. Es handelt sich dabei um ein Tool, welches die Angebote verschiedener Fluggesellschaften zusammen sucht. Beispiele?

  • Singapur -> Sidney: Mehr als 7 Stunden Flug für gerade einmal CHF 150 – CHF 200.
  • Zürich -> Mumbai: Der Start unserer Weltreise begann mit dem bisher längsten Flug von Zürich nach Mumbai. Es handelte sich dabei um einen Kooperationsflug von „Air India“ und „Swiss“. Der bei „skyscanner“ gefundene, und via Air India gebuchte, Flug kostetete pro Person CHF 450.00. Hätten wir die genau gleiche Strecke auf der Webseite der Swiss gebucht, wären die doppelten Kosten entstanden.

Die Suche nach attraktiven Angeboten zahlt sich also aus und mit skyscanner ist es auch wirklich sehr simpel. Also wenn das mal nicht nach verlockenden Preisen für die nächste weite Reise klingt? 😉

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4. Waschen
Ja, diesem elenden Thema lässt sich leider auch auf einer Weltreise nicht ausweichen und wir schieben es immer so lange wie möglich vor uns her. Wir haben bis jetzt auf drei verschiedene Arten gewaschen: Handwäsche, öffentlicher Wäscheservice oder Hotelwäscherei. Alle Varianten haben etwas gemeinsam: Sie sind in keinster Weise mit unseren himmlischen Waschmaschinen vergleichbar – ja, das ist natürlich keine Überraschung und so lassen sich mit jedem Waschgang mehr verzogene und ausgewaschene Kleider nicht vermeiden. Handwäsche mag da die Lösung sein, aber irgendwie bleibt immer das Gefühl, dass nichts so wirklich sauber wird und zudem ist dies nur bei guter Gelegenheit zur Trocknung möglich. Und Hotel-Wäscherei-Preise heissen nicht unbedingt, dass es auf bessere Art und Weise gewaschen wird – nein, in einem Fall haben wir unsere Wäsche sogar am gleichen Ort abgegeben wie die Hotelketten. Naja, natürlich halb so schlimm, so gibt es wenigstens einen guten Grund, Kleider auszuwechseln resp. neue zu kaufen :-D.

5. booking.com-Reviews
Sämtliche unserer Unterkünfte haben wir bislang über diese Seite gebucht – und wir finden wieso eigentlich nicht. Wir haben es schon einmal erwähnt, dass unser Reiseverhalten hier und momentan noch so ist, dass wir uns nicht auf walk-in verlassen, sondern die Unterkünfte im Vornherein buchen. Gerade nach der nicht wirklich angenehmen Erfahrung in „Agra“ und „Varanasi“ hätten wir uns nicht vorstellen wollen, in diesem Getümmel noch nach Unterkünften zu suchen und waren über die Gewissheit „eines guten Hotels“ froh. Diese Gewissheit kommt natürlich nicht von ungefähr – diese holen wir uns durch das aufmerksame Lesen von Hotel-Reviews und möchten von den vielen Hotel-Erfahrungen, die wir nun im Rahmen der Reise machen auch etwas weitergeben. Und so kommt es, dass Patrick bereits „genius“-Status hat (klingt toll, oder? 😉 Bekommt man aber ziemlich schnell) und zu jedem Hotel eine Bewertung abgibt.

6. wake up time
Wir richten uns eigentlich so ein bisschen danach, wie lange das Früstück erhältich ist. Meistens heisst dies, dass wir zwischen 10 und halb 11 aufstehen :-). Schön oder? Ach und ja – wenn wir fliegen müssen, wählen wir (sofern möglich) die Abflugzeiten am Nachmittag. Sonst müssten wir ja nach früh morgens aufstehen und können so aber ganz normal in den Tag starten.

7. Malediven
Wir hätten euch ja so gerne noch mit Malediven-Bildern verwöhnt :-). Leider bleibt euch und uns das vorerst verwehrt – aber wir haben tatsächlich eine Unterkunft gebucht gehabt, einen Tag in totaler Euphorie in Vorfreude auf eine Wasservilla durchlebt und am gleichen Abend ist die Seifenblase um uns aber auch schon wieder geplatzt. Wie das Alles kam? Sri Lanka wäre eigentlich das perfekte Land für ein Malediven-Gateway, da die Insel-Gruppen sehr nahe bei diesem Land liegen. Also haben wir uns natürlich auch so unsere Gedanken gemacht und Patrick hat sich Stunden auf die Suche nach tollen Angeboten gemacht. Wir haben zudem auch ein Reisebüro in Colombo aufgesucht und hofften auf ein tolles Angebot aufgrund der Vorort-Buchung. Diese wären sicher nicht schlecht gewesen, die Bilder haben aber mehr nach „Malediven Massentourismus“ als „Malediven Traum Urlaub“ ausgesehen. Und nach vielem Googlen fand mein Liebster tatsächlich das für uns bezahlbare Angebot und erst noch eine Wasservilla – also ganz wie man sich die Malediven in den Träumen ausmalt. Buchung abgeschickt und gefreut! Der Rest ist Geschichte – nur Stunden später erhielten wir die Rückmeldung direkt vom Hotel, dass das auf der Buchungsseite gezeigte Angebot so nicht mehr gilt und es das Doppelte kosten würde. Und an dieser Stelle blieben wir dann doch vernünftig – es wäre sonst schon eine verhältnismässig grosse Summe für vier Nächte gewesen, aber dann noch das Doppelte davon war definitiv in der momentan Situation zu viel und so bleiben die Malediven – vorerst – ein Traum!

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8. Fotos auf dem Blog
Ich lese selbst viele Blogs und liebe es, wenn Texte auch von reichlich Bildern unterstützt werden, welche zum Träumen einladen und insprieren. Inspirieren und zum Träumen anregen, sollen (so hoffen wir) auch unsere Bilder und wir legen deshalb viel Wert auf die Qualität der Bilder, die es auf den Blog schaffen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir uns im Vorfeld der Reise auch (endlich) eine Spiegelreflex-Kamera zugelegt haben und praktisch alle Bilder auf dem Blog auch mit diesem Modell (Canon EOS 70D) geknippst wurden. Ja, wir haben doch tatsächlich jahrelang stolz mit unserer kleinen Digi-Cam in der Weltgeschichte rumgeknippst. Ganz ehrlich, vom Moment an, als wir das Ding zum ersten Mal in der Hand hielten, kam ein innerliches Bereuen auf und wir haben uns selber nicht ganz verstanden, wieso denn erst jetzt. Natürlich, wir sind noch keine Profis und man kann sicherlich noch mehr rausholen – aber für den Moment sind wir mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Wir hoffen ihr auch? 🙂

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9. Über den Tisch gezogen…
… fast! Erinnert ihr euch an die kurze Andeutung in diesem Artikel, dass man den „Touristen-Büro’s“ nicht über den Weg trauen darf? Na das ist die Geschichte dazu: Für die Reise von „Delhi“ nach „Agra“ haben wir über den Tourdesk unseres Hotels Zugtickets buchen lassen und sind um 5 Uhr in der Früh zum Bahnhof aufgebrochen. Der Zug sollte die „New Delhi Railway Station“ um 6 Uhr verlassen, und so sind wir zum Glück mit genügend übriger Zeit an der Zugstation angekommen. Sicherheitskontrolle hier, Sicherheitskontrolle da – eigentlich nicht mehr ungewöhnlich, dass alles doppelt und dreifach kontrolliert wird. Doch plötzlich prüfte da jemand unsere Tickets auf dem Bahnsteig und beschimpfte uns schon regelrecht, dass wir Tickets falscher Klasse gebucht hätten. Die Tickets seien für die allgemeine Kategorie. Da wir aber Touristen seien, dürfen wir nur mit für Touristen zugelassenen Tickets reisen. Was auch immer das für ein indischer Irsinn wieder sein soll hin oder her und wir sind den Weisungen dieses Mannes gefolgt, die Tickets an Schalter 68 in ein richtiges Touristen-Ticket umzuwandeln. An Schalter 68 wiederum erwartete uns ein weiterer Herr, der erklärte, dass dies nicht am Bahnhof getauscht werden kann, sondern in einem 1.5 Kilometer entfernten „Office“. Taxi, und nichts wie los da hin! (Ganz ehrlich, wenn ich diese Zeilen so schreibe, muss ich schon ein bisschen ab uns schmunzeln – ihr vielleicht auch 😉 ) Jedenfalls erwartete uns in diesem Office wiederum ein übertriebenst hilfsbereiter Herr, welcher ach so lieb war und für uns prüfte, ob noch Zugtickets dieser Touristenklasse erhältlich waren. Überraschung, es gab keine mehr! Aber hey, er ist ja so lieb und spontan und hatte ganz auf die Schnelle schon Alternativen bereit. Mietauto, Fahrer… alles kein Problem bei ihm. Der Travelagent aus unserem Hotel, der uns diese Ticket verkauft hat – „stupid idiot“! Wir strickten uns in ein paar Diskussionen, da wir nicht um halb 6 Uhr morgens überhastet eine dreiwöchige Reise durchbuchen wollten (immerhin 😉 ) und haben immer wieder betont, dass für uns momentan in erster Linie nur von Interesse ist, von Delhi nach Agra zu gelangen. Wenn möglich an diesem Tag, mit dem gebuchten Zug! Und irgendwie schien das plötzlich Wirkung zu zeigen und nach einem „Go, go, go – you can still catch the train“ sassen wir wieder im Taxi zurück zum Bahnhof. Da noch ganz wenige Minuten übrig waren, gaben wir dem ganzen noch eine Chance und kehrten zum bereits wartenden Zug zurück – und siehe da: kein Mensch, der ausserhalb des Zuges unsere Tickets prüfte. Wir stiegen in den Zug, sinkten in unsere Sitze und atmeten erst mal tief durch – was für eine Stunde, und was ist jetzt eigentlich genau passiert in dieser Stunde? Ich musste ab diesem Schock mal erst eine Weile schlafen… Ja, was ist passiert. Wir sind ganz einfach so richtig (halbwegs) auf die Schnauze gefallen! Da war auf einmal dieser ach so wichtig, mit irgendeinem Zettel in der Hand dastehende Typ, der unsere Dokumente sehen wollte, aber keine irgendwie nach Uniform aussehende Kleidung trug. Ausserhalb(!) des Schalters wartete wiederum ein Jemand mit einem wichtig aussehenden Zettel – ja, für normal sitzen ja wirklich wichtige Menschen auch im Schalter und stehen nicht ausserhalb eines geschlossenen Schalters – aber hey, es ist ja Indien und hier ist ja sowieso alles anders. Ja, und dann soll ein Office des Bahnhofes 1.5 Kilometer entfernt sein – please?!? Jaja, spätestens nach all dem hätten die Alarmglocken klingeln müssen. Aber sie haben es echt verdammt gut verkauft und wir behaupten mal einfach so frech, dass es wohl den meisten so ergangen wäre. Wir haben definitiv daraus gelernt und würden in einer (hoffentlich nicht) nächsten Situation gewiss skeptischer sein. Einfach mal nach irgend einem Ausweis fragen oder ein paar Schritte weiter gehen und die Situation aufs Erste beruhen lassen. Glücklicherweise ist es wirklich bei diesem halben Reinfall geblieben und ausser Nerven hat es uns auch nichts gekostet :-D.

Dass es spezielle Tickets für Touristen gibt, ist übrigens wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass auch Touristen „General“-Tickets kaufen resp. mit diesen reisen können. Diese sind jedoch schon sehr häufig ausverkauft, weshalb es für solche Fälle ein separates Kontingent mit Tickets gibt, welche von Touristen noch erworben werden können.

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10. Medikamente
In unserem Gepäck führen wir natürlich auch eine Mini-Apotheke mit, welche uns hoffentlich über die verschiedensten möglicherweise auftretenden Wehwechen weghelfen sollte. Glücklicherweise blieben wir bis jetzt *holzanfass* wirklich sehr verschont und haben bis auf zwei Packungen Kopfwehtabletten nicht mehr gebraucht. Es scheint also, dass wir wirklich alle Käferchen Zuhause gelassen haben. Genau eine Woche vor unserem Abflug sass ich nämlich mit höllischen Schmerzen und einem bakteriellen Infekt beim Arzt und erhielt Antibiothika – ihr könnt euch vorstellen, wie seine Reaktion war, als ich ihm mitteilte innerhalb einer Woche wieder fit werden zu müssen um A, auf Weltreise zu gehen und B, dass Indien das erste Land unserer Reise ist. 🙂

Wie bereits im ersten Teil, ein nicht allzu ernst gemeinter Fact 😉
10. + 1  GZSZ, AWZ
Ich komme mit dem Vor- und Nachlesen der Folgen sehr gut nach und bin über die Geschehnisse nach wie vor bestens informiert :-). Bald feiert GZSZ die 6000. Folge und ich bin schon ganz gespannt, was sich die Macher für das Jubiläum diesmal ausgedacht haben. Wer noch? 😉

4 Gedanken zu “10 Fakten über unsere Reise – Teil II

  1. […] Der letzte Beitrag mit zehn Fakten aus unserem Reiseleben liegt mittlerweile schon fast ein halbes Jahr zurück. Also eine ganz schön lange Zeit und wenn ich so zurück blicke, scheint es fast unwirklich, dass seither schon wieder so viele Monate vergangen sein sollen. Aus diesem Grund haben wir uns mal wieder einige Gedanken dazu gemacht, was es denn aus unserem Reiseleben zu berichten gibt und haben dies für euch in zehn Fakten zusammengefasst. Viel Spass! […]

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