Eine Reise durch „God’s own country“ Kerala: Von den Backwaters in Aleppey bis an den Lighthouse Beach von Kovalam (Teil 2)

Heute folgt wie versprochen der zweite Teil unseres Reiseberichtes zu Kerala. Viel Spass mit den Impressionen aus diesem Teil von „God’s own country“! Teil eins findet ihr hier. 🙂

Los ging es mit unserer Weiterreise nach „Aleppey“. „Aleppey“ ist ein sehr guter und entsprechend auch bekannter Ausgangspunkt um in die Backwaters zu gelangen. Wir haben uns (wie hier erwähnt) dafür entschieden, eine Nacht auf einem Hausboot zu verbringen und so liessen wir uns zum Anlegepunkt des Bootes bringen. Grundätzlich funktioniert und beinhalten die meisten Arrangements so in etwa das Gleiche: Um 12.00 Uhr ist das Check-In, worauf man einen Lunch reserviert bekommt. In der Folge beginnt die Fahrt durch die Backwaters (um ca. 14.00 Uhr) und man befährt diese bis 17.00 Uhr, ehe jedes Hausboot zu einem Anlegeplatz gelangt und das Abendessen zubereitet wird. In den Morgenstunden wird um 8.00 Uhr das Frühstück serviert und nach einer rund einstündigen Fahrt kehrt man zum ursprünglichen Anlegeplatz zurück. Leider hat in unserem Fall nicht alles ganz so planmässig geklappt ;-). Es stellte sich heraus, dass wir nicht auf ein für uns alleiniges Boot gebucht wurden, sondern auf eines zusammen mit einem anderen Paar. Dies wäre natürlich kein Problem gewesen, jedoch hätte man dann sicherlich über den Preis diskutieren müssen, den wir für ein „eigenes“ Boot bezahlt hatten (Die Kosten für das gesamte Arrangement betrugen ca. CHF 110.00). Ehe wir das aber ansprechen konnten, war unser Fahrer bereits dabei, alles zu regeln und organisierte das, was von uns bezahlt wurde. Hiess aber gleichzeitig auch, dass sich das Check-In bis um 16.00 Uhr verzögerte und wir stattdessen unseren Lunch Off-Board einnahmen bis es dann auf das Hausboot ging. Nach einigem Hin und Her wurde uns dann auch zugesichert, dass unsere Fahrt an diesem Abend bis um 19.00 Uhr verlängert wird und so nicht wie üblich schon um 17.00 Uhr endet – und so konnte es dann auch endlich losgehen :-).

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Was uns erwartete war wirklich wunderwunderschön – ein bisschen wie Europapark in Echt, hihi 😉 und so fuhren wir einzelne Kanalzweige entlang bevor diese in einen See münden. Ein überaus hübscher und total stimmiger Anblick sind auch die Hausboote an sich. Es ist schön, dass diese immer noch so „traditionell“ gehalten sind – möge das bitte noch lange so bleiben.

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Was man in den Backwaters nicht ist? Alleine 🙂 – und zwar definitiv nicht. Vielleicht gibt es bessere und auch nicht ganz so bekannte Ausgangspunkte (wenn ja, dürft ihr gerne einen Kommentar damit da lassen 😉 ), wo man wirklich einsame Kanäle und ein bisschen mehr Abgeschiedenheit findet. Wie wir erfahren haben, sind in den Backwaters rund 2500 Hausboote unterwegs – also nicht gerade das, was man als verlassenen Ort bezeichnen kann. Dies endet sogar darin, dass es auf einem breiteren Abschnitt des Kanals zu einem regelrechten Bootsverkehrsaufkommen kam und man sich – mittels hupen – seinen Weg bahnen musste.

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So authenthisch die Backwaters trotzdem wirken, ist es doch gewissermassen schade, dass man diese so „überfluten“ lässt. Auch wenn es natürlich praktisch ist, auch kurzfristig ein Hausboot buchen zu können, wäre ein bisschen mehr Verlassenheit (in Form von weniger Hausbooten) definitiv schöner. Aber ob es jemals dazu kommen wird, solange Geld damit eingenommen wird? Nichtsdestotrotz sind und bleiben die Backwaters ein sehr beeindruckender Ort und machen – zumindest für ihren Teil – dem Namen „God’s own country“ alle Ehre. Zwei kleine Wermutstropfen (eventuell auch durch die verspätete Abfahrt bedingt) bleiben trotzdem:

  • Der grösste Teil unserer Fahrt führte über den See. Während die aller meisten Hausboote gegen 17.00 Uhr ihren Anlegepunkt aufsuchten, schipperten wir in gemütlichem Tempo über den See unserem Anlegeziel entgegen – ein bisschen zu gemütlich. Es erweckte leider den Eindruck, dass uns die zugute stehende Zeit durch langsames Fahren (auf dem See) „erstattet“ wurde. Und man kann sich vorstellen, dass ein See nicht der typischen Backwater-Vorstellung entspricht. Möglicherweise gilt auch in den Kanälen eine Regelung, welche die Befahrung nach 17.00 Uhr untersagt oder es ist aufgrund des fehlenden Lichts (an den Booten) auch schlicht zu gefährlich. (Wir konnten uns leider mit unserer „Besatzung“ nicht wirklich verständigen – sonst hätten wir nachgefragt 😉 )

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  • Es hätte das „Erlebnis Hausboot“ definitiv noch ein bisschen spezieller gemacht, wenn man inmitten auf dem Wasser am Abend gestoppt und nicht an einem Anlegeplatz am Ufer die Nacht verbracht hätte.

Ausgezeichnet war wiederum das am Abend servierte Essen. Es bestand aus mehreren Töpfen, worin überall äusserst leckere Speisen zu finden waren.

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Am nächsten Morgen gelangten wir nach einer kurzen Fahrt zu unserem Ausgangspunkt zurück – und spätestens dann ist klar, weshalb sämtliche (oder zumindest die meisten) Arrangements das gleiche, straffe, Zeitprogramm beinhalten: Unser Boot musste in der viert hintersten Reihe anlegen und an das Ufer zurück gelangten wir über drei andere zuvor angelegte Boote ;-).

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Da die Backwaters zu schön sind, um sie gleich am nächsten Tag wieder zu verlassen, haben wir uns entschieden noch einen weiteren Tag in der Gegend zu verweilen und haben uns eine Nacht in einem direkt an den Backwaters gelegenen Hotel gebucht. Da dieses nur eine Viertelstunde vom Bootsanlegeplatz entfernt war, stand uns quasi der ganze Tag zur Verfügung den wunderschönen Inifinity-Pool zu geniessen. Mehr Bilder haben wir euch bereits im letzten Travel-Update gezeigt :-).

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Am Tag darauf verliessen wir die Backwaters um nochmals eine längere Strecke bis zum letzten Halt unserer kleinen Rundreise zurückzulegen: „Kovalam“. Unterwegs legten wir einen kurzen Halt ein, um den Teil der Backwaters um Kovalam mit einem kleinen Boot zu erkunden.

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Googlet man diesen Ort, könnten die Suchergebnisse nicht vielversprechender sein. Es sei die neue Traumreisedestination an der Küste Indiens und Goa sei so etwas wie „gestern gewesen“. Dementsprechend gespannt waren wir auch! Am bekanntesten ist der „Lighthouse Beach“, dessen Name (ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken) von dem auf einem kleinen Hügel oberhalb des Strandes gelegenen Leuchtturm stammt.

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Für diesen Ort haben wir uns auch entschieden, um die letzten Tage unseres ersten Indien-Aufenthaltes ausklingen zu lassen. Im Vergleich zu „Palolem“ in Goa war es definitiv nicht Liebe auf den ersten Blick und ein bisschen hinterfragt haben wir die Bewertungen in Reisemagazinen doch schon ein wenig. Man braucht definitiv hier ein paar Tage um Gefallen zu finden – und ja, es war schlussendlich ein bisschen Liebe auf den zweiten oder dritten Blick. Es ist wirklich eine sehr charmante und kleine Bucht, welche sehr überschaubar ist und einige Restaurants, Hotels und Läden beherbergt. Das „Leben“ ist nicht direkt am Strand gelegen und wird von einer Promenade getrennt.

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Natürlich haben wir uns den Ausblick vom Leuchtturm nicht entgehen lassen. Und die vielen Stufen haben sich definitiv ausbezahlt: Hinter dem Strandabschnitt öffnete sich ein riesen grosses Meer aus Palmen und gab auch die Sicht auf den benachbarten Strand und die direkt am Strand gelegene Moschee frei. Traumhaft! Ein besonderer Anreiz hat der Strand definitiv auch bei Surfern – also wahrscheinlich schon nicht gerade Profi-Surfern. Aber sehr grosse Wellen hat es allemal. 😉

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Ja, es ist schön. Trotzdem sind wir nicht ganz der Meinung, dass dies das neue Traumziel indischer Strände sein soll – da hat uns entgegen der Berichte Goa resp. Palolem besser gefallen. Und im Vergleich dazu ist das Preisniveau in Kovalam erst noch höher. Hätten wir uns für Kovalam als reinen Strandurlaub entschieden, wäre eine gewisse Enttäuschung da gewesen – da ist Goa weitaus attraktiver. Als Abschluss einer Rundreise und ein paar Tagen Strandurlaub ist es aber doch eine schöne Destination.

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photos: Patrick Bleuer
edit: Stephanie Lehmann

3 Gedanken zu “Eine Reise durch „God’s own country“ Kerala: Von den Backwaters in Aleppey bis an den Lighthouse Beach von Kovalam (Teil 2)

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