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Palolem – Ein Strandparadies im Süden Goa’s

Eine wunderschöne Woche am Strand von Goa liegt hinter uns, welche als Start in 365(+) Tage Sonne, Strand und Palmen nicht schöner hätte ausfallen können. Für euch warten nun ganz viele „Fernweh-Weck-Bilder“ und ein ausführlicher Bericht über die letzten Tage. 🙂

Obschon wir ursprünglich geplant hatten, die Strecke von Mumbai nach Goa mit dem Zug zurück zu legen, haben wir uns letztlich doch dagegen entschieden und sind daher nach nur einer Flugstunde in einem der Strandparadiese Indiens gelandet. Angefangen hat unser Goa-Aufenthalt mit einer Taxifahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft. Die 60 km lange Fahrt dauerte rund 1.5 Stunden und führte durch die teils wunderschön grün gesättigte Landschaft Goa’s. Eine so lange Fahrt in Goa? Ja! Denn Goa ist ein eigenständiger und der kleinste Bundesstaat in Indien und somit nicht ein einzelner Ort. In Goa ziehen sich der ganzen Küste entlang viele Strandabschnitte und Küstenorte. Somit mussten wir vor unserer Anreise auch festlegen, wo wir für eine Woche verweilen möchten und haben daher fleissig gegooglet. Klar war für uns beide, dass wir nicht die für Goa-Partys bekannten Orte aufsuchen möchten und es sollte schlichtweg der schönste Strand sein. Fündig wurden wir in „Palolem“. Anderen Reiseblogs zufolge sollte dies der schönste und bekannt für seinen ‚von Palmen überhängenden Strand‘ sein. Oftmals wird ja übertrieben, Dinge verschönert und ausgeschmückt, aber im Fall von Palolem sollten sie Recht behalten. Es ist ein wirklich wunderschönes Fläckchen Erde!

Weissen Sandstrand und türkises Wasser sucht man hier zwar vergebens, dafür bieten die Palmen und all die direkt am Strand gelegenen farbigen Bungalows eine spezielle und für sich eigene picture-perfect Kulisse! Bei der langen Suche nach einer Unterkunft sind wir zwischen einem Beach-Bungalow und einer etwas vom Strand entfernten Hotelunterkunft geschwankt. Es hat sich herausgestellt, dass die Wahl des Beach-Bungalow die absolut richtige Entscheidung war – es fühlte sich grossartig an, direkt am Strand zu Hause zu sein und die traumhaften Sonnenuntergänge, welche sich direkt von unserer Veranda geniessen liessen, sprechen einfach für sich. Wir können wirklich jedem, der hierhin eine Reise plant (oder diese nun planen möchte 😉 ) empfehlen, unbedingt auch eine Unterkunft direkt am Strand zu wählen. Es wäre einfach zu schade, am Abend die Sachen packen zu müssen um in die Unterkunft zurückzukehren, wenn man doch direkt am Strand alles haben kann: Schlafen, Baden, Bräunen! :-), Essen, Einkaufen. Das ganze Leben spielt sich wirklich am Strand ab. Von kleinen Shops über Buchläden ist wirklich alles zu finden und es gibt keinen zwingenden Grund, den Strand zu verlassen – selbst Geld kann in unmittelbarer Strandnähe gewechselt werden.

 

Was man in Palolem ebenfalls nicht antrifft? Die „berüchtigten“ Goa-Partys. Vielmehr tönt aus den Lautsprechern der vielen Strand-Restaurant’s total entspannte Musik. Die Klänge sind teils bis in die Nacht zu hören, aber keinesfalls störend. Vielmehr ist es das Meer, welches den grössten Teil zur Geräuschkulisse beiträgt und – den dünnen Wänden des Bungalow sei Dank – weit lauter zu hören ist. Wir haben gar auf einen Wecker verzichtet und uns ganz auf die Geräusche des Meers verlassen. Spätestens wenn die Kokosnüsse von den Palmen geschlagen werden, ist man ohnehin wach. (Ach ja, einen Wecker stellen wir uns gezwungenermassen auch nur, um das Frühstück nicht zu verpassen ;-). Dieses ist tollerweise oftmals in den Kosten für die Unterkunft inbegriffen. ) Wer Party sucht, kann diese ein bisschen abseits am südlichen Teil des Strandes im silent-noise Stil („Kopfhörer-Party“) erleben.

Wenn man vom schönsten Strand Goas liest, liegt natürlich oft die Vermutung nahe, dass – so schön dieser sein mag – er bei Touristen sehr beliebt ist und daher Menschenmassen anzieht. Im Vergleich mit Palolem wirkten zwar die Nachbarstrände „Patnem“ (der ruhigere Zwilling von „Palolem“) und noch viel mehr „Agonda“ definitiv ruhiger und gar schon (zu) ausgestorben – während in Palolem eine wirklich angenehme Menge Menschen anzutreffen war. Es ist schlichtweg der perfekte Mix aus schönster durch Palmen und farbige Häuschen gesäumter Kulisse und die perfekte Menge anzutreffender Touristen in Kombination mit den charmanten Strand-Restaurants. Unser Tipp daher: Die Zelte unbedingt in Palolem aufschlagen und Tagesausflüge an andere der zahlreichen Strände unternehmen. Wir haben je einen Tag an den unmittelbaren Nachbarsstränden (optimal mit Tuk-Tuk zu erreichen) verbracht. Natürlich gäbe es noch unzählige weiterer Strände (eine kurze und knappe Übersicht bietet diese Seite), welche sicher ein Besuch Wert sind. Eine Ausflugsvariante (welche auch wir uns überlegt haben) wäre, in den nördlichen Teil des Bundesstaates zu fahren, wo bspw. auch „Anjuna“ (was als ‚Hauptstadt der Hippies‘ gilt) und der alte Teil von Goa zu finden wären. Aufgrund der nicht zu unterschätzenden Fahrdistanz haben wir dann jedoch lieber die nähere Umgebung erkundet und haben so zumindest einen guten Grund um wieder zurück zu kehren ;-).

Ein ebenfalls toller Aspekt (zumindest am Strand von Palolem, Patnem und Agonda): Man geniesst bei sämtlichen Strand-Restaurants kostenlos Liegestühle (wenn man will, auch mit Sonnenschirm) – dies (natürlich) gegen Konsumation in den Restaurants. Bei den Preisen für Getränke und Essen ist das aber absolut ok. Wir haben durchschnittlich für ca. CHF 15.00 / Tag wirklich gut konsumiert und einen tollen Service genossen. Da sind wir auch gerne bereit, unseren Dank mit entsprechendem Trinkgeld zu zeigen – jedoch wurde dies gar im Strand-Restaurant vor unserer Haustüre, in welchem wir die meiste Zeit verbracht haben, zurückgewiesen – „better come back tomorrow“! Eine unerwartete aber auch sehr schöne Geste. Sämtliche Strand-Restaurants verfügen zudem auch über – mehr oder weniger funktionierendes – kostenloses WLAN.


Fun Fact: Am ganzen Strand sind frei herumlaufende Hunde anzutreffen. Während wir beide streunenden Hunden ansonsten im grossen Bogen ausweichen, sind diese hier wirklich äusserst harmlos und sehr süss anzusehen. Sie suchen in der Nähe von Menschen schlichtweg nur Schatten und natürlich Essen. Und da kann es zu sehr amüsanten Szenen kommen: Abends ist es üblich, dass vor den in den Sand gestuhlten Tischen Aufführungen gemacht werden und bei den Restaurant-Besuchern danach nach Geld gefragt wird. Und das ist genau das, was bei den Hunden gar nicht ankommt. Ganz nach dem Motto, dass sie ihr Revier verteidigen wollen, lassen sie mit Bellen nicht nach, bevor die „Bettler“ wieder verschwunden sind. Ansonsten geben die Hunde keinen einzigen Laut von sich. Interessant! 🙂

Man kommt aus dem Schwärmen wirklich nicht mehr raus und wir können es daher kaum erwarten an den nächsten Strand zu gelangen! Wir wissen auch schon wo und können uns in ein bisschen weniger als einer Woche schon wieder von der Sonne bräunen lassen. Zuerst geht es aber ins Grüne :-). Und jetzt viel Spass mit einer grossen Portion Bildern.

PS: Die Sonnenuntergänge an sich waren ja schon unbeschreiblich schön – aber dann noch mit dieser Palme? Ist sie nicht einfach perfekt? 😀

Love, S & P!

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